Neues Handbuch für Krisenmanagement
Mit dem neuen Krisenmanagement-Handbuch stellt Baden-Württemberg Städten, Gemeinden und Landkreisen ein umfassendes Instrument für die Vorbereitung auf außergewöhnliche Lagen zur Verfügung. Die gedruckten Exemplare wurden am Montag in Stuttgart übergeben und ergänzen die digitale Version.
Damit sollen Verantwortliche vor Ort auch bei möglichen Ausfällen digitaler Systeme arbeitsfähig bleiben und auf verlässliche Informationen zurückgreifen können.
„Gesellschaftliche Resilienz ist herausragend wichtig“
Innenminister Thomas Strobl betonte bei der Übergabe die Bedeutung vorausschauender Planung und robuster Strukturen. In Krisensituationen seien schnelle Entscheidungen, klare Abläufe und jederzeit verfügbare Grundlagen entscheidend. Die gedruckte Fassung des Handbuchs sei daher ein wichtiges Element der Vorsorge und Resilienz.
Der Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg, Steffen Jäger, erklärte:„Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine jährt sich in diesen Tagen zum vierten Mal. Die Zeitenwende sowie generell veränderte Katastrophenszenarien bedeuten ganz konkret auch veränderte Anforderungen an die Krisenresilienz vor Ort.“ Dabei könne das von der Landesverwaltung entwickelte Krisenhandbuch eine wertvolle Orientierung geben, um die eigene Krisenvorbereitung zu strukturieren. „Die zivile Verteidigungsfähigkeit und die gesellschaftliche Resilienz sind herausragend wichtig.“
Das Krisenmanagement-Handbuch bündelt rechtliche Grundlagen, beschreibt relevante Szenarien und enthält praxisorientierte Fachinformationen – etwa zur Warnung der Bevölkerung, zur Stabsarbeit und zum Umgang mit hybriden Bedrohungen. Ergänzend bietet es Vorlagen, Ansprechpartner und Erreichbarkeitsverzeichnisse. Die speziell auf Kommunen zugeschnittene Ausgabe wird in den kommenden Tagen landesweit bereitgestellt und ist als fortlaufend erweiterbares Nachschlagewerk angelegt.
