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Skeptisch, aber offen für Wandel

Wie sind Stimmung und Einstellungen der Menschen in Deutschland? Der aktuelle Deutschland-Monitor 2025 zeigt, wie die Bevölkerung zentrale gesellschaftliche und politische Entwicklungen wahrnimmt.

Der Deutschland-Monitor 2025 zeichnet ein differenziertes Bild der gesellschaftlichen Stimmung in Deutschland. Trotz vielfältiger Krisen und Unsicherheiten sind viele Menschen keineswegs „veränderungsmüde“. Ein erheblicher Teil der Bevölkerung zeigt danach sich offen für gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel – etwa bei Themen wie Klima, Digitalisierung oder Migration. Entscheidend ist dabei, dass Veränderungen als gerecht, verständlich und gut erklärt wahrgenommen werden. Wo Vertrauen in staatliche Handlungsfähigkeit besteht, steigt auch die Bereitschaft, Belastungen mitzutragen.

Hohe Bereitschaft zu Veränderungen

Die Untersuchung macht zudem deutlich, dass persönliche Voraussetzungen eine wichtige Rolle spielen. Faktoren wie stabile wirtschaftliche Verhältnisse, Bildung oder positive Vorerfahrungen mit Veränderungen fördern eine offenere Haltung. Auffällig ist, dass sich zwischen Ost- und Westdeutschland kaum Unterschiede in der grundsätzlichen Bereitschaft zum Wandel zeigen. Während rund 25 Prozent der Befragten klar offen für Veränderungen ist, steht mehr als die Hälfte dem Wandel ambivalent gegenüber. Etwa ein weiteres Viertel blickt eher kritisch auf gesellschaftliche Umbrüche.

Erwartungen an Politik

Ein zentrales Ergebnis des Deutschlandmonitor 2025 betrifft das Verhältnis zur Demokratie. Nahezu alle Befragten befürworten die Demokratie als Staatsform – rund 98 Prozent. Gleichzeitig fällt die Zufriedenheit mit ihrem praktischen Funktionieren deutlich geringer aus und liegt bei etwa 60 Prozent. Viele Menschen bewerten die gesellschaftliche Entwicklung der vergangenen zehn Jahre überwiegend negativ. Insgesamt zeigt die Studie damit: Es gibt eine breite Offenheit für Wandel, zugleich aber hohe Erwartungen und spürbare Skepsis gegenüber Politik und demokratischen Prozessen.

Weitere Informationen zum Deutschlandmonitor finden Sie auf der Seite der Bundesregierung.