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Land investiert 500 Millionen Euro in Straßen

Das Land Baden-Württemberg stellt 2026 rund 500 Millionen Euro für die Sanierung von Straßen und Brücken bereit. Mehr als 300 neue Projekte sollen starten. Der Fokus liegt klar auf dem Erhalt bestehender Infrastruktur.

Baden-Württemberg erhöht seine Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur deutlich. Insgesamt fließen im Jahr 2026 rund 500 Millionen Euro in den Erhalt von Bundes- und Landesstraßen. Verkehrsminister Winfried Hermann betonte bei der Vorstellung des Programms, dass der Fokus weiterhin auf der Sicherung der bestehenden Substanz liege. Viele Bauwerke seien alt und stark belastet.

Konkret sollen 14 Brücken neu gebaut, verstärkt oder saniert werden. Darüber hinaus ist die Instandsetzung von mehr als 180 Bauwerken geplant. Die Fahrbahndecken werden auf rund 450 Kilometern erneuert. Zusätzlich umfasst das Programm Maßnahmen wie Böschungs- und Felssicherungen, Lärmschutz sowie die Sanierung von Radwegen.

Langfristiger Sanierungsbedarf ist hoch

Ein wachsender Sanierungsbedarf erhöht den Druck. Viele Straßen und Brücken haben ihre Belastungsgrenzen erreicht, insbesondere durch zunehmenden Verkehr und schwerere Lastwagen. Für Bundesstraßen sind rund 254 Millionen Euro eingeplant, für Landesstraßen etwa 236 Millionen Euro. Ein Teil der Mittel stammt aus dem Sondervermögen des Bundes.

Auch in den Regionen sind zahlreiche Projekte vorgesehen – von Brückenersatzneubauten über Fahrbahnsanierungen bis hin zu Gemeinschaftsmaßnahmen mit Kommunen. Klar ist jedoch: Der Investitionsbedarf bleibt hoch. Trotz zusätzlicher Mittel wird der langfristige Sanierungsbedarf die verfügbaren Haushaltsmittel voraussichtlich übersteigen.