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Sieben Projekte zeigen, wie Kreativwirtschaft das Land stärken kann

Sieben Projektteams aus Baden-Württemberg haben ein Jahr lang innovative Ideen entwickelt, um die Kreativwirtschaft außerhalb der Ballungsräume zu stärken. Im Mittelpunkt stehen die Nutzung leerstehender Gebäude, neue Arbeits- und Begegnungsorte sowie digitale Plattformen und Netzwerke. Das Land sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit ländlicher Kommunen.

Mit dem Wettbewerb „KreativLand BW gestalten!“ hat das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat gemeinsam mit der MFG Baden-Württemberg Projekte gefördert, die kreative Ideen gezielt mit den Potenzialen des Ländlichen Raums verbinden. Die teilnehmenden Teams wurden dabei ein Jahr lang durch Workshops, Beratung und Vernetzung begleitet, um ihre Konzepte zu tragfähigen Geschäfts- und Kooperationsmodellen weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Kreativwirtschaft als Impulsgeber für regionale Entwicklung, neue Arbeitsplätze und lebendige Ortskerne zu stärken.

Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie vielfältig die Ansätze sein können. So verwandelt der „Kontakt Kiosk“ leerstehende Gebäude in temporäre Treffpunkte für Kreative und Bürgerschaft, während „Roomdoo“ Tonstudios, Ateliers oder Co-Working-Spaces über eine digitale Plattform sichtbar und buchbar macht. Das Projekt „Zukunftsort Schloss Blumenfeld“ entwickelt ein historisches Schloss zu einem kulturellen Reallabor und einem Ort für kreative Zusammenarbeit, soziale Innovation und gesellschaftliche Teilhabe.

Schon heute 50.000 Kreative im Ländlichen Raum 

Weitere Initiativen setzen auf Vernetzung und Fachkräftegewinnung. „BooT – Berufsorientierung on Tour“ bringt Schülerinnen und Schüler mit der Kreativbranche in Kontakt, „Boden.See.Kreativ. – Creative LAB“ vernetzt Kreativschaffende mit Unternehmen anderer Branchen, und die „Creators Lounge Nordschwarzwald“ kombiniert Pitch-Formate mit Kulturveranstaltungen, um regionale Netzwerke zu stärken. Ergänzt wird das Spektrum durch den Podcast „TRAUM & TAGELOHN“, der Frauen aus der Kreativwirtschaft im Ländlichen Raum porträtiert.

Nach Angaben des Ministeriums arbeiten bereits heute rund 50.000 Menschen der Kreativwirtschaft außerhalb der Metropolregionen Baden-Württembergs. Sie erwirtschaften dort einen Jahresumsatz von rund zwei Milliarden Euro. Das Land sieht die Branche deshalb als wichtigen Motor für Wertschöpfung, Innovation und Lebensqualität im Ländlichen Raum – und die ausgezeichneten Projekte als Vorbilder für weitere Kooperationen zwischen Kommunen, Wirtschaft und Kreativschaffenden.